Betriebliche Unfallversicherung

Betriebliche Unfallversicherung

Die betriebliche Unfallversicherung (bUV) stellt eine Ergänzung zur gesetzlichen Unfallversicherung dar, welche deren Lücken  im Versicherungsschutz schließt. Die gesetzliche Unfallversicherung ist zwar rechtlich vorgeschrieben, leistet jedoch nur bei Arbeits- und Wegeunfällen. Die Praxis zeigt jedoch, dass die meisten Unfälle außerhalb der Arbeitszeit geschehen und das muss noch nicht einmal im Privatbereich sein. Ein Unfall während der Mittagspause kann schon zu langwierigen Auseinandersetzungen mit der zuständigen Berufsgenossenschaft führen – Ausgang ungewiss.

Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern als ergänzende Vorsorgeleistung Zugang zu einer betrieblichen Unfallversicherung gewähren. Diese schließt die Versorgungslücke zur gesetzlichen Unfallversicherung und zahlt bei einem Unfall eine vereinbarte Invaliditätsleistung als Kapital aus. Aufgabe der Unfallversicherung ist es also, Einkommensverluste und Einbußen an Lebensqualität auszugleichen.

Die Aufnahme der Belegschaft in eine betriebliche Unfallversicherung erfolgt über einen Gruppenvertrag, welcher bessere Leistungen für alle Versicherten ermöglicht. Der Beitrag ist nach der Anzahl der versicherten Personen gestaffelt und niedriger als bei Einzelabschlüssen. Arbeitgeber haben mit dieser Versicherung ein optimales Instrument zur Mitarbeiterfindung in der Hand.

Welche Leistungen bietet die betriebliche Unfallversicherung?
  • Invaliditätsleistung
  • Tagegeld
  • Krankenhaus-Tagegeld
  • Unfallrente
  • Genesungsgeld
  • Todesfallleistung
  • Kurkostenbeihilfe
  • kosmetische Operationen
  • Bergungskosten
  • Assistance-Leistungen
Worin liegt der Unterschied zur privaten Unfallversicherung?
Die betriebliche Unfallversicherung in Form eines Gruppenvertrags ist eine Versicherung für fremde Rechnung. Der Arbeitgeber schließt zugunsten seiner Arbeitnehmer die Versicherung ab. Mindestens 3 Personen sind durch einen einzigen Versicherungsnehmer und in einem Versicherungsschein versichert.
Welche Vorteile haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer?

Für Arbeitgeber

  • aktive Fürsorge für die Belegschaft
  • höhere Attraktivität des Unternehmens
  • Ergänzung der gesetzlichen Unfallversicherung
  • steuerliche Abzugsfähigkeit der Beiträge als Betriebsausgaben

Für Arbeitnehmer

  • Verkleinerung der Versorgungslücke zur gesetzlichen Unfallversicherung
  • preiswerte Absicherung des privaten Unfallrisikos
  • günstigere Beiträge als bei Einzelverträgen
  • verbesserte Aufnahmebedingungen (auch für Mitarbeiter mit Vorerkrankungen)
Welche Ausschlüsse gibt es?
Auch mit einer Unfallversicherung können nicht alle denkbaren Gefahren versichert werden. Hier eine Kurzübersicht über die wichtigsten ausgeschlossenen Fälle:

  • Unfälle durch Geistes- oder Bewusstseinsstörungen z.B. epileptische Anfälle, Schlaganfälle
  • Unfälle infolge des Versuchs oder der Ausführung einer Straftat
  • Störungen infolge psychischer Reaktionen
  • Unfälle infolge von Vorsatz
Wonach richtet sich die Versicherungssumme?
Arbeitgeber können die Versicherungssumme der betrieblichen Unfallversicherung frei wählen. Diese sollte allerdings so kalkuliert sein, dass sie eine ausreichende Absicherung aller versicherten Mitarbeiter gewährleistet.