Irrtümer über nachhaltige Geldanlagen

Nachhaltige Geldanlagen - Die Erde schützen

Nicht erst seit „Fridays for Future“ steigen nachhaltige Geldanlagen in der Gunst der Anleger. Diese haben jedoch häufig eher unklare – und manchmal schlicht falsche – Vorstellungen davon, was Nachhaltigkeit in diesem Zusammenhang eigentlich bedeutet. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat nun mit einer Umfrage erhoben, wie es um das Wissen auf diesem Gebiet bei den Deutschen bestellt ist. Die Ergebnisse zeigen: Es gibt noch großen Aufklärungsbedarf.

ESG-Kriterien als Maßstab für Nachhaltigkeit

So gehen etwa 27 Prozent der befragten Personen davon aus, dass sich nachhaltige Geldanlagen allein um den Umweltschutz bemühen würden. 24 Prozent konnten dazu gar nichts sagen. Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer meint, dass Klimaschutz das zentrale Anliegen nachhaltiger Geldanlagen sei. Folglich halten 19 Prozent auch Investitionen in Atomkraftwerke für nachhaltig. Ebenso findet rund ein Viertel, dass Biokleidungs-Hersteller ein nachhaltiges Investment darstellten –auch wenn Kinderarbeit im Spiel ist.

Tatsächlich hat sich im Finanzmarkt ein Dreiklang namens ESG-Kriterien als Maßstab für Nachhaltigkeit etabliert. Darin kommt der Umwelt (Environment) die gleiche Bedeutung zu wie dem Sozialen (Social) und der guten Unternehmensführung (Governance). Wie nachhaltig ein Unternehmen oder Staat also wirtschaftet, wird mit diesen Kriterien bestimmt. Es bleibt allerdings ein großer Spielraum für die Auslegung dieser Kriterien, den die Fondsmanager auch nutzen. Für Verbraucher ist so oft nicht ganz nachvollziehbar, wie ein Fondsmanagement seine Auswahlprozesse filtert und warum es bestimmte Aktien auswählt und andere wiederum nicht berücksichtigt. Wer also nachhaltig investieren will, muss sich im Vorfeld gründlich informieren, welche Unternehmen er mitfinanziert.

Nachhaltige Geldanlagen – Die Qual der Wahl?

Wer nachhaltig investieren will, muss sich zuallererst in einem riesigen Produktportfolio zurechtfinden. Aktiv gemanagte und als „grün“ angepriesene Investmentfonds, nachhaltig ausgerichtete ETFs (passive Aktien-Indexfonds), Beteiligungen an Wind-, Solar- oder Infrastrukturanlagen oder Crowdfunding zur Finanzierung von nachhaltigen Projekten. Investments mit gutem Gewissen können Laien schnell überfordern. Ein freier Finanzvermittler schafft hier Abhilfe und klärt über die wichtigsten Fallstricke bei der Anlage in nachhaltige Geldanlagen auf. Einen unkomplizierten Einstieg in das nachhaltige Investment bieten weltweit investierende offene Investmentfonds. Diese punkten mit Risikostreuung und gesetzlich vorgeschriebenem Anlegerschutz.

Ob aktiv gemanagte oder passiv nachbildende Fonds besser zum persönlichen Anlegerprofil passen, analysiert ein Finanzvermittler im persönlichen Gespräch. In der Regel für Privatanleger ungeeignet sind jedoch Beteiligungen oder Crowdinvestments in Form von Nachrangdarlehen. Diese Form von Geldanlagen sollten nur erfahrene Anleger wählen, welche eine lange Laufzeit und einen möglichen Verlust ihrer Anlage verschmerzen können. Aufgrund der jüngsten Betrugsvorfälle im Beteiligungssektor (vgl. P&R-Container) empfehlen und vermitteln wir allerdings grundsätzlich keine Beteiligungsangebote mehr an unsere Kunden.

Interessenten können jederzeit hier Kontakt mit uns aufnehmen.

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