Private Altersvorsorge

Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente wird in den kommenden Jahren immer weniger das Leben im Alter absichern können. Durch den voranschreitenden Demografiewandel erfährt die private Altersvorsorge daher zunehmende Bedeutung. Demografischer Wandel, das heißt: Die Menschen in Deutschland werden fortwährend älter und gleichzeitig geht die Geburtenrate zurück. In Konsequenz daraus erhöht sich das Durchschnittsalter der Bevölkerung. Für den Arbeitsmarkt bedeutet das wiederum, dass immer weniger junge Menschen eine größere Zahl Renter versorgen müssen.

Aus diesen Gründen stellt sich für die meisten Menschen heute nicht mehr die Frage ob, sondern wie sie sich zusätzlich für die Zeit nach der Erwerbstätigkeit absichern. Der Begriff »Private Altersvorsorge« umfasst also sämtliche Maßnahmen der persönlichen Vorsorge, um den gewohnten Lebensstandard im Alter in etwa aufrechterhalten zu können.

Die private Altersvorsorge stellt verschiedene Vorsorgemöglichkeiten zur Auswahl. Je nach Erwerbssituation und individuellem Bedarf können Verbraucher auf staatlich geförderte Produkte und nicht geförderte Produkte zurückgreifen. Als staatlich geförderte Produkte stehen die betriebliche Altersvorsorge, die Riester-Rente und die Rürup-Rente zur Auswahl. Nicht geförderte Modelle sind beispielsweise die private Renten- oder Lebensversicherung und der allgemeine Vermögensaufbau durch offene Investmentfonds.

Die Auseinandersetzung mit der persönlichen Vorsorge im Ruhestand sollte so früh wie möglich erfolgen, denn Demografieexperten prognostizieren für die Zukunft ein sinkendes Rentenniveau. Die Versorgungslücke zwischen der gesetzlichen Rente und dem erwünschten Versorgungsziel im Alter wird dadurch zunehmend größer werden.

Zum Schutz vor Altersarmut sollten alle Bürger rechtzeitig privat vorsorgen und sich über die verschiedenen Möglichkeiten der Altersvorsorge beraten lassen.

Welche Möglichkeiten der Vorsorge gibt es?
Mit der Einführung des Alterseinkünftegesetzes im Januar 2005 hat der Gesetzgeber das 3-Schichten Modell der Altersvorsorge geschaffen:

  • 1. Schicht: Basisversorgung
    Geseztliche Rentenversicherung, Berufsständische Versorgung, Beamtenversorgung, Basis-/Rürup-Rente, Landwirtschaftliche Alterskasse
  • 2. Schicht: Zusatzversorgung
    Riester-Rente, betriebliche Altersvorsorge
  • 3. Schicht: Private Vorsorge
    Private Renten- und Lebensversicherung, offene Investmentfonds
Welche konkreten Altersvorsorgeprodukte stehen zur Auswahl?
Die Produktpalette an Vorsorgemöglichkeiten ist riesig und unübersichtlich. Verbraucher sollten sich beim Thema Altersvorsorge auf jeden Fall frühzeitig und individuell durch einen freien Versicherungsmakler beraten lassen. Hier eine Kurzübersicht über die wichtigsten Altersvorsorgeprodukte:

  • Basis-/Rürup-Rente
    Kapitalbasierte private Altersvorsorge, die an die gesetzliche Rentenversicherung angelehnt ist. Beiträge können als Sonderausgaben steuerlich abgesetzt werden. Auszahlungen unterliegen während der Rentenphase dem persönlichen Steuersatz. Empfehlenswert für Selbstständige und gut verdienende Angestellte.
  • Betriebliche Altersvorsorge
    Kapitalbasierte private Zusatzversorgung über den Arbeitgeber. Beiträge sind steuer- und sozialabgabenfrei. Auszahlungen unterliegen während der Rentenphase dem persönlichen Steuersatz. Nur möglich für sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer.
  • Riester-Rente
    Zulagengeförderte private Zusatzversorgung in Abhängigkeit vom Bruttoeinkommen. Höhe der Zulagen steigt mit der Anzahl der Kinder. Auszahlungen unterliegen während der Rentenphase dem persönlichen Steuersatz. Geeignet für sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer, Beamte und in bestimmten Fällen für Selbstständige.
  • Private Lebens- und Rentenversicherung
    Ungeförderte private Altersvorsorge aus bereits versteuertem Nettoeinkommen. Große Auswahl an Vertragsvarianten. Hohe Flexibilität. Unterschiedliche Renditechancen je nach Risikoneigung. Möglichkeit des Einschlusses von Garantiebausteinen. Lebenslange garantierte Rente. Auszahlungen unterliegen während der Rentenphase der Ertragssteuer (steueroptimiert!).
  • Offene Investmentfonds
    Privater Vermögensaufbau als ergänzende Altersvorsorge ohne vertragliche Bindung mit hoher Flexibilität. Möglichkeit als Einmalanlage, als Sparplan oder als Kombination aus beidem. Unterschiedliche Renditechancen je nach Risikoneigung. Möglichkeit der Auswahl von Garantiefonds. Auszahlungen aus dem Fondsvermögen unterliegen der Abgeltungssteuer.
Welche weiteren Risiken gibt es?
Alle Verbraucher sollten sich bewusst sein, dass die beste private Altersvorsorge nichts nützt, wenn sie aufgrund von Krankheit, Unfall oder Pflegebedürftigkeit vorzeitig erwerbsunfähig werden und keine zusätzliche Existenzvorsorge getroffen haben. Altersvorsorge und Risikoabsicherung gehen daher immer Hand in Hand und dürfen nicht isoliert betrachtet werden.
Warum ist eine individuelle Beratung sinnvoll?
Grundsätzlich gibt es keine »beste Altersvorsorge« oder gar »Geheimtipps«. Ein freier Versicherungsmakler analsysiert gemeinsam mit seinen Mandanten deren persönliche Lebenssituation und ermittlet unter Berücksichtigung ihrer Wünsche und Bedürfnisse den aktuellen Vorsorgebedarf.

Im weiteren Verlauf erfolgt eine Auswahl individuell geeigneter Vorsorgemöglichkeiten und eine Erläuterung der Unterschiede sowie Vor- und Nachteile aller Möglichkeiten. Abschließend kommt es zur konkreten Produktempfehlung aus einer Vielzahl von Gesellschaften.

Wir beraten unsere Mandanten in jedem Fall neutral und bieten Wahlmöglichkeiten zwischen Versicherungs- und Investmentprodukten.