Rechtsschutzversicherung

Rechtsschutzversicherung

Nachbarn können einem manchmal den letzten Nerv rauben. Trotzdem sind die sogenannten »höllischen Nachbarn«, wie sie einst in der gleichnamigen Fernsehserie zu sehen waren, heutzutage wohl eher ein Grund unter vielen vor Gericht zu ziehen.

Überall dort, wo Menschen aufeinandertreffen, kann es zu Meinungsverschiedenheiten kommen. Das können beispielsweise Streitigkeiten aus Kaufverträgen, ein ungerechtfertigtes Arbeitszeugnis des Chefs oder Unstimmigkeiten aus einem Verkehrsunfall sein.

Eine Rechtsschutzversicherung gibt Betroffenen die finanzielle Sicherheit, dass sie im Falle eines Streits ihr Recht einfordern können ohne auf den Kosten sitzenbleiben zu müssen. Sie gewährleistet damit Chancengleichheit für alle beteiligten Personen.

Allein wegen der Kosten rechtlicher Auseinandersetzungen macht eine Rechtsschutzversicherung Sinn, denn Rechtsstreitigkeiten sind teuer und wer verliert, der zahlt in der Regel alles. Das sind mit Sicherheit Anwalts- und Prozesskosten, möglicherweise aber auch Zahlungen für Gutachter oder Sachverständige.

Zudem kann man zwar selbst im Recht sein, bei Zahlungsunfähigkeit des Beklagten bleibt man aber trotzdem auf den Kosten sitzen. Recht haben heißt also nicht automatisch auch Recht bekommen.

Die Rechtsschutzversicherung ergänzt optimal die private Haftpflichtversicherung. Besonders wenn die Streitfrage nicht eindeutig ist, können Versicherte ohne finanzielle Sorgen ihr gutes Recht gerichtlich durchsetzen.

Warum ist die Rechtsschutzversicherung sinnvoll?

Eine Rechtsschutzversicherung bietet Versicherten finanzielle Unterstützung, damit diese ihre rechtlichen Interessen wahrnehmen können. Dazu zählen alle Schritte, die notwendig sind, um ihnen zu ihrem guten Recht zu verhelfen.

Welche Kosten werden übernommen?
  • Anwaltliche Beratung
  • Kosten der Gegenseite
  • Prozesskosten
  • Zeugengelder
  • Sachverständigen- und Gutachterkosten
  • Außergerichtliche Mediationsverfahren (tarifabhängig)
Welche Leistungsbereiche können versichert werden?
  • Privat-Rechtsschutz
  • Berufs-Rechtsschutz (für die nicht-selbstständige berufliche Tätigkeit)
  • Verkehrs-Rechtsschutz
  • Haus- und Wohnungs-Rechtsschutz
  • Vermieter-Rechtsschutz
  • Gewerbe-Rechtsschutz (für die selbstständige berufliche Tätigkeit)

Die Bausteine können einzeln oder in Kombination mit dem Baustein Privat-Rechtsschutz (vgl. Berufs- und Haus- und Wohnungs-Rechtsschutz) gewählt werden.

Welche Erweiterungen sind ratsam?
  • Spezial-Strafrechtsschutz
  • Mitversicherung des Ehegatten oder Lebenspartners
  • Rechtsauskunft am Telefon
Welche Leistungsbereiche sind in der Regel ausgeschlossen?
  • Unterhaltsstreitigkeiten
  • Erbstreitigkeiten
  • Streitigkeiten im Zusammenhang mit privaten Bauträgern
Welche Versicherungssumme ist optimal?

Die optimale Versicherungssumme der Rechtsschutzversicherung vermeidet idealerweise Begrenzungen, denn je höher der Streitwert, desto höher sind auch die Kosten.

Als Standard gilt heute eine Summe von 1.000.000 Euro. Eine fachmännische Beurteilung sollte jedoch individuell durch einen Versicherungsmakler erfolgen.

Welche Wartezeiten gibt es?

Einige Leistungsarten haben eine Wartezeit von drei Monaten. Dies ist beim Berufs-Rechtsschutz und beim Haus- und Wohnungs-Rechtsschutz der Fall. Versicherte haben keinen Versicherungsschutz, wenn in diesen Leistungsarten innerhalb der Wartezeit ein Schaden eintritt.

Wer bereits in bestimmten Leistungsarten durch einen bestehenden Vertrag (mind. drei Monate) Wartezeiten erfüllt hat, für den entfallen diese bei nahtlosem Wechsel des Versicherers.

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