Offene Investmentfonds

Offene Investmentfonds - Bulle und Bär

Offene Investmentfonds sind für viele der Einstieg in die Geldanlage im Investmentbereich. Sie ermöglichen einen Zugang zu verschiedenen Finanzmärkten und Anlageklassen und können mit maximaler Flexibilität und gesetzlichem Anlegerschutz punkten. Nicht nur Börsenanfänger, sondern auch erfahrene Anleger ziehen Fonds dem Investment in Einzeltitel vor. Zurecht werden Investmentfonds daher von Kennern als Geldanlage für jedermann bezeichnet.

Idee

Offene Investmentfonds verfolgen eine einfache und überzeugende Idee: Eine Fondsgesellschaft sammelt Geld von vielen verschiedenen Anlegern ein und legt dieses unter dem Aspekt der gesetzlich vorgeschriebenen Risikostreuung in verschiedene Einzelwerte an. Das können beispielsweise Aktien, festverzinsliche Wertpapiere oder Tagesgelder sein. Die eingesammelten Kundengelder bleiben Eigentum der Anleger (»Sondervermögen«) und müssen getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft bei einer Verwahrstelle aufbewahrt werden. Das »Sondervermögen« wird gemäß einer von der Fondsgesellschaft definierten Anlagestrategie investiert und partizipiert an den Entwicklungschancen der Finanzmärkte. Der Anleger erhält analog zu seiner Kapitaleinlage Anteilsscheine am Fondsvermögen, welche er bei der Fondsgesellschaft börsentäglich zum aktuellen Anteilspreis zurückgeben kann.

Ziele

In Deutschland sind nahezu 10.000 offene Investmentfonds zum Handel zugelassenen. Es lässt sich somit für Investoren fast jede erdenkliche Anlagestrategie umsetzen. Die wichtigsten objektiven Kriterien der persönlichen Strategie sind die Wunschziele »Ertrag«, »Sicherheit« und »Verfügbarkeit«. Die drei Ziele bilden zusammen das magische Dreieck der Geldanlage.

Jedes der drei Ziele steht dabei für eine der drei Haupteigenschaften jeder Geldanlage. Welche Bedeutung jede Eigenschaft hat, sollten sich Anleger immer vergewissern. In der Regel wird der Abstand zu den anderen Zielen umso größer, je wichtiger ein Kriterium für die persönliche Anlageentscheidung ist.

Investmentlösungen

Der Weg zum persönlichen Portfolio erfolgt über die Berücksichtigung subjektiver und objektiver Kriterien. Diese finden am Ende Eingang in eine Anlageempfehlung. Bei der Umsetzung können unsere Mandanten wählen zwischen einem individuellen Portfolio oder von uns entwickelten Strategieportfolios. Wir bieten rund um das Depot auch verschiedene Serviceleistungen wie Überwachung, Rebalancing und Reporting an.

Strategieportfolios

Wie bieten sechs Strategieportfolios, die mit verschiedenen Investmentfonds aus unserem Anlageuniversum bestückt sind. Diese sind auf unterschiedliche Anlagetypen (defensiv, ausgewogen, offensiv) ausgerichtet und verfolgen zwei Anlagestrategien (konventionell, nachhaltig). Hier eine Übersicht über unsere Strategieportfolios:

 

Welche Vorteile bieten offene Investmentfonds?
  • Risikostreuung
    Das Vermögen der Anleger wird auf viele verschiedene Einzelwerte gleichzeitig verteilt
  • Transparenz
    Alle Kosten, die Anlagestrategie sowie Chancen und Risiken werden offen gelegt
  • Sicherheit
    Das »Sondervermögen« ist vor Insolvenz geschützt, da es separat vom Vermögen der Fondsgesellschaft verwahrt wird
  • Flexibilität
    Die Fondsgesellschaft ist verpflichtet, dem Anleger seine Anteile börsentäglich zurückzunehmen (Ausnahme: Offene Immobilienfonds)

Hinweis: Die genannten Vorteile geben einen Erstüberblick über offene Investmentvermögen und sind nicht vollständig. Interessierte Investoren erhalten vor Erwerb von Investmentfondsanteilen die »wesentliche Anlegerinformation«, welche sämtliche Risiken ausführlich darstellt. Die oberhalb dargestellten Vorteile enthalten ausdrücklich keine Anlageempfehlung i.S. einer Anlageberatung nach § 16 (1) FinVermV.

Welche Fondsarten gibt es?

Es gibt viele verschiedene Arten von Investmentfonds, die unterschiedlichen Anlegertypen gerecht werden sollen. Hier eine Übersicht über die wichtigsten Fondsgattungen:

  • Geldmarktfonds
  • Rentenfonds
  • vermögensverwaltende Fonds (Mischfonds)
  • Aktienfonds
  • offene Immobilienfonds
  • Dachfonds
  • Exchange Traded Funds (ETF)/börsengehandelte Indexfonds
Sparen mit Investmentfonds

Offene Investmentfonds sind ideal zum privaten Vermögensaufbau geeignet. Hier eine Übersicht über die wichtigsten Anlagemöglichkeiten:

  • Einmalanlage
    Sparer legen eine größere Geldsumme einmalig in einen oder mehrere Fonds an
  • Sparplan
    Sparer investieren in regelmäßigen Sparraten in einen oder mehrere Fonds (»Cost-Average-Effekt«)
  • Kombination aus Einmalanlage und Sparplan
    Sparer legen einen größere Geldsumme einmalig an und besparen einen oder mehrere Fonds aus ihrem Depot in regelmäßigen Sparraten weiter
  • Vermögenswirksame Leistungen
    Beschäftigte investieren Geldleistungen ihres Arbeitgebers sechs Jahre lang in einen speziellen »VL-Sparplan« (max. 480 Euro pro Jahr) und übertragen nach Ablauf einer einjährigen Sperrfrist die angesparte Summe in ihr normales Depot
  • Riester-Förderung mit Investmentfonds
    Sparer betreiben staatlich zulagengeförderte Altersvorsorge entweder direkt mit einem zertifizierten Riesterfonds-Sparplan oder indirekt über einen fondsgebundenen Riester-Rentenversicherungsvertrag
  • fondsgebundene Rürup-Rente/Basisrente
    Sparer betreiben steuerlich begünstigte Altersvorsorge entweder direkt mit einem Rürup-Fondssparplan oder indirekt über einen fondgebundenen Rürup-Rentenversicherungsvertrag (Sonderausgabenabzug der Beiträge)
Welche Kosten können bei einer Fondsanlage anfallen?
  • Transaktionskosten
    Ausgabeaufschlag beim Erwerb, Rücknahmegebühren beim Verkauf, Gebühren für Fondswechsel (»Switchen«)
  • Depotkosten
    Jahresgebühr, volumenabhängige Gebühr (abhängig vom Gebührenmodell der Depotbank)
  • Fondskosten
    Verwaltungstätigkeit der Fondsgesellschaft (»Management Fee«), Zusatzkosten für Aufwendungen
  • performancebedingte Kosten
    erfolgsabhänginge Vergütung (»Performance Fee«)
Welche Risiken haben offene Investmentfonds?

Grundsätzlich gilt, dass eine Anlage in Investmentfonds immer an spezifische Risiken geknüpft ist. Wer sich an seine persönliche Anlagestrategie hält und allgemeine Anlagegrundsätze beachtet, kann potenzielle Risiken minimieren. Hier ein beispielhafter Überblick über die wichtigsten Risiken:

  • konjunkturelle Schwankungen
  • politische Auswirkungen
  • Inflationsrate
  • Gerüchte oder Emotionen der Marktteilnehmer (»Herdentrieb«)
  • fehlerhafte Anlagestrategie
  • Aussetzung der Rücknahme der Fondsanteile (v.a. bei offenen Immobilienfonds)

Hinweis: Die genannten Risiken geben einen Erstüberblick über offene Investmentvermögen und sind nicht vollständig. Interessierte Investoren erhalten vor Erwerb von Investmentfondsanteilen die »wesentliche Anlegerinformation«, welche sämtliche Risiken ausführlich darstellt. Die oberhalb dargestellten Risiken enthalten ausdrücklich keine Anlageempfehlung i.S. einer Anlageberatung nach § 16 (1) FinVermV.

Wie werden offene Investmentfonds besteuert?

Anleger erzielen Einkünfte aus Kapitalvermögen, die der Abgeltungssteuer unterliegen. Die Abgeltungssteuer beträgt 25 Prozent und gilt mit Abführung durch die depotführende Stelle an das Finanzamt als »abgegolten«. Da die Abgeltungssteuer eine pauschale Einkommenssteuer darstellt, werden zusätzlich der Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer fällig und automatisch ans Finanzamt abgeführt.

Hinweis: Die Beschreibung der steuerlichen Behandlung von offenen Investmentvermögen stellt ausdrücklich keine Steuerberatung dar. Aussagen zur steuerlichen Rentabilität darf nur ein Steuerberater treffen.

Welche Vorteile hat eine Anlage über einen freien Finanzvermittler?

Als freier Finanzanlagenvermittler zeichnen wir uns durch folgende Serviceleistungen aus:

  • Zugriff auf eine Vielzahl von in Deutschland zugelassenen Investmentfonds
  • Auswahlmöglichkeiten zwischen mehreren Depotbanken
  • Vergütung durch Vermittlungshonorar
  • Depotservice optional zubuchbar (Überwachung, Rebalancing, Reporting)