Motorrad-Versicherung

Motorrad-Versicherung

Eine Motorradversicherung schützt Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer nicht nur im Ernstfall. Diese ist auch gesetzlich vorgeschrieben und Voraussetzung für alle, die mit einem Motorrad auf der Straße fahren wollen. Rechtliche Grundlage ist das Pflichtversicherungsgesetz (PflVersG), welches eine Versicherungspflicht für Haftpflichtschäden an Dritten vorschreibt.

Ein erweiterter Schutz für Schäden am Motorrad ist optional durch den Einschluss einer Kaskoversicherung zu erreichen. Diese Zusatzversicherung ist freiwillig, aber insbesondere bei neuen oder teuren Maschinen ratsam.

Grundsätzlich sollten alle Biker auch an die Absicherung gegen eine Panne denken. Hier bietet sich gegen kleines Geld ein Schutzbrief an, der allerdings mit Einschränkungen verbunden ist. Da viele Motorradfahrer zugleich ein Auto besitzen, empfiehlt sich die Mitgliedschaft in einem deutschen Automobilclub, welcher Pannehilfe für alle Fahrzeuge gewährleistet.

Wir kooperieren hier mit dem BAVC-Bruderhilfe e.V. Automobil- und Verkehrssicherheitsclub, der sich als unabhängiger Automobilclub durch überzeugende Leistungen, ein flexibles Tarifangebot und günstige Beiträge auszeichnet. Der BAVC bietet optimalen Schutz für unterwegs und das fahrzeugunabhängig, zuverlässig und bereits ab 44 Euro im Jahr. Er ist unsere Automobilclub Empfehlung für alle, die unterwegs umfassend abgesichert sein wollen.

Motorradhalter können eine bestehende Motorradversicherung jedes Jahr zum Jahresende kündigen. In unserem Blogartikel  zum Kfz-Versicherungswechsel erläutern wir wichtige Details zu den verschiedenen Kündigungsfristen. Ein regelmäßiger Check der Versicherung lohnt sich, denn viele Verbraucher können durch einen Wechsel mehrere hundert Euro pro Jahr einsparen. Ein Versicherungsmakler ist dabei behilflich, eine gute & günstige Kfz-Versicherung zu finden!

Was leistet die Motorrad-Haftpflichtversicherung?
  • Prüfen
    Die Versicherung prüft, ob und auf welcher gesetzlichen Grundlage der versicherte Schädiger haftet
  • Bezahlen
    Die Versicherung übernimmt bei berechtigten Schadenersatzforderungen die Zahlung der Ansprüche
  • Abwehren
    Die Versicherung wehrt unberechtigte Forderungen ab (passiver Rechtsschutz)
Wer ist versichert?
  • Halter
  • Eigentümer
  • Fahrer
  • Versicherungsnehmer
  • Berechtigte Beifahrer (Sozius bzw. Sozia)
Welche Versicherungssumme ist in der Motorrad-Haftpflichtversicherung ratsam?

Als Basis gelten die gesetzlichen Mindestdeckungssummen für Personen-, Sach- und Vermögensschäden (7,5 Mio. EUR, 1,12 Mio. EUR und 50.000 EUR), die für alle Versicherer verbindlich sind. Generell ist kein Versicherer verpflichtet, eine höhere Versicherungssumme als die gesetzlichen Mindestdeckungssummen zu gewähren.

Als Standard hat sich in der Motorrad-Haftpflichtversicherung die 100 Mio. Euro-Deckung etabliert, die grundsätzlich jeder für ausreichende Sicherheit immer vereinbaren sollte. Alle Kosten, die bei einem Schaden über die vereinbarte Versicherungssumme hinausgehen, müssen bei einer geringeren Deckung selbst bezahlt werden.

Welche Leistungsverbesserungen sind durch die Teilkasko und Vollkasko möglich?
Der Einschluss einer Teil- und Vollkaskoversicherung ist freiwillig, aber grundsätzlich bei neuen und teuren Maschinen zu empfehlen. Diese Zusatzversicherung deckt Schäden am eigenen Motorrad ab. Hier eine Kurzübersicht über die wichtigsten versicherten Schäden:

Teilkasko

  • Feuer
  • Zusammenstoß mit Tieren
  • Tierbiss
  • Diebstahl
  • Naturgefahren
  • Glasbruch

Vollkasko

  • alle Leistungen der Teilkasko
  • eigenverschuldete Unfallschäden
  • Vandalismus
Was bringt eine Selbstbeteiligung (SB)?
In der Teil- und Vollkaskoversicherung ist die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung (SB) möglich. Damit können Motorradfahrer Einfluss nehmen auf die Höhe ihres Beitrags. Die Höhe des Selbstbehalts bestimmt den Kostennteil, der im Falle eines eingereichten Schadens selbst bezahlt werden muss. Die Selbstbeteiligung für Teil- und Vollkasko können Versicherte je nach Ihrem Sicherheitsbedürfnis in unterschiedlichen Stufen wählen.

Empfehlenswert ist in der Teilkasko eine SB von 150 Euro und in der Vollkasko eine SB von 300 Euro.

Wie funktioniert eine Saisonzulassung?
Motorradfahrer, die ihr Bike nur im Frühling und im Sommer bewegen wollen, können eine Saisonzulassung beantragen. Damit ist die Maschine nur im vereinbarten Zeitraum versichert (z.B. April bis Oktober), außerhalb des versicherten Zeitraums besteht eine beitragsfreie Ruheversicherung. Motorräder mit Saisonzulassung erhalten ein besonderes Kennzeichen, welches am rechten Rand den Versicherungszeitraum eingestanzt hat.

Eine Saisonzulassung bietet viele Vorteile:

  • geringerer Versicherungsbeitrag
  • niedrigere Kfz-Steuer
  • An- und Abmeldegebühren entfallen
  • beitragsfreie Ruheversicherung